Color Grading: Das Hochglanz-Finish für dein Video

Warum Farbkorrektur bei jedem Filmprojekt ein Muss ist

Die Macht der Farbe: Stell dir mal eine schaurig-schöne Gänsehaut-Szene in deinem liebsten Horror-Film vor. In knallig bunten, satten Farben. Oder der romantische Kuss am Ende einer herzzerreißenden Liebes-Schnulze. In dunkler, düsterer Atmosphäre. Fühlt sich irgendwie falsch an?  Kein Wunder. Denn das Color Grading ist maßgeblich dafür verantwortlich, welche Atmosphäre und Emotion eine Szene transportiert. Color Grading und Color Correction sind daher essentielle Schritte in der Postproduktion eines Films. Na, neugierig geworden? Dann tauche mit unseren BLYNK-Experten ein in die Welt der Bewegtbild-Kolorierung!

Was ist Color Grading eigentlich genau? Eine Definition

Color grading is the process of improving the appearance of an image for presentation in different environments on different devices. Various attributes of an image such as contrast, color, saturation, detail, black level, and white point may be enhanced whether for motion pictures, videos, or still images.

Wikipedia

Bedeutet übersetzt: Color Grading ist ein Prozess in der Postproduktion eines Films oder Videos, bei dem die Farben des Filmmaterials angepasst werden, um den Look des Bewegtbildes zu optimieren. Aber fangen wir erst einmal mit den Grundlagen an:

Farbe und unser Gehirn: Ein kleiner Exkurs in die Farblehre

Was ist Farbe eigentlich? Die Frage mag im ersten Moment etwas seltsam erscheinen – schließlich weiß das doch jeder, oder? Immerhin begegnen uns Farben jeden Tag, in jedem einzelnen Augenblick. Aber oft überlegen wir dabei nicht, was sie wirklich sind oder wie sie funktionieren. 

BLYNK Marketing Blog: Color Grading beim Video

Und da das ein ziemlich komplexes und nicht minder kompliziertes Thema ist, hier einmal sehr vereinfacht heruntergebrochen: Farbe ist die Interpretation des Gehirns für verschiedene Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Das bedeutet: Farbe existiert außerhalb unseres Gehirns nicht wirklich. Sie ist vielmehr die Interpretation der Lichtinformation, die unsere Augen erhalten. Und eben nur weil unsere Augen das Licht auf diese Weise interpretieren, sehen wir die Welt in ihren vielen schönen Farben: Das satte grün von Gras, das strahlende blau des Himmels und die bunte Farbenvielfalt des Regenbogens. 

Doch es gibt noch einen weiteren interessanten Faktor in Sachen Farbe. Denn mit der Zeit haben wir gelernt, verschiedene Farben verschiedenen Emotionen, Atmosphären oder Stimmungen zuzuschreiben, oft, weil uns die Natur selbst so konditioniert hat. Deshalb empfinden wir Farbtöne wie gelb, rot und orange als warm und bringen sie mit dem Tag in Verbindung, Blautöne hingegen nehmen wir als kühl war und ordnen sie deshalb der Nacht zu. 

BLYNK Marketing Blog: Color Grading beim Video
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Nehmen wir uns also noch einmal unser Beispiel vom Anfang vor: Die Horrorfilm-Szene erscheint deshalb in warmen, satten Farben für unsere Augen und unser Gehirn total paradox. Dasselbe gilt für die Romanze in dunkler, düsterer Atmosphäre. Bilder mit Farben, die für uns „daneben“ erscheinen, wirken unnatürlich. Hier kommt also die Farbkorrektur, das Color Grading, ins Spiel!

Color Grading vs. Farbkorrektur im Video: Wo ist der Unterschied?

Viel zu oft sieht oder hört man die Begriffe „Farbkorrektur“ und „Color Grading“ synonym verwendet. Was für Laien ein und dasselbe, sind für den Profi zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Doch wo liegt denn genau der Unterschied? Die Kurzfassung: Die Farbkorrektur dient der farblichen Angleichung und dazu, Probleme zu korrigieren, während Color Grading bedeutet, Farbe und Kontrast anzupassen, um dem Material einen künstlerischen Look zu geben.

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Was du über Farbkorrektur wissen solltest: Von Licht, Kontrast und Sättigung

Die Farbkorrektur ist ein eher technischer Prozess, bei dem die Farben im gesamten Video ausgeglichen werden. Sie dient dazu, alle Farben in Harmonie und mit der richtigen Temperatur erscheinen zu lassen und die Aufnahmen visuell nahtlos erscheinen zu lassen. Die Farbkorrektur wird in vielen Hollywood-Blockbustern verwendet, um so nah wie möglich an der Sichtweise der menschlichen Augen zu orientieren. Dabei hilft es besonders bei jeder Schnittsequenz Schritt für Schritt die Einstellungen durchzugehen, um nichts zu übersehen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Farben
  • Helligkeit
  • Belichtung
  • Kontrast
  • Weißabgleich
  • Sättigung

Natürlich wird beim Dreh schon alles daran gelegt, das beste Ausgangsmaterial im Kasten zu haben – doch externe Faktoren machen Kameramann oder Kamerafrau dabei gerne einen Strich durch die Rechnung. Insbesondere die natürliche Beleuchtung, ISO, Verschlusszeit oder auch ein anderes Objektiv sind Faktoren, die das Erscheinungsbild ändern können. Die Farbkorrektur ist sozusagen die Vorarbeit, damit das folgende Color Grading auf allen Bildern den gleichen Effekt hat. 

Gewünschter Look dank Color Grading 

Die Farbkorrektur ist geschafft? Dann kannst du dich jetzt dem Color Grading widmen. Überlege dir im allerersten Schritt, welchen Look du überhaupt erreichen möchtest. Wenn es zum Beispiel um eine verträumte Situation geht, kannst du den Kontrast reduzieren und eine Vignette verwenden. Bei einer ernsten Szene hingegen arbeitest du möglicherweise mit stärkerem Kontrast und vielleicht ein wenig mehr Körnung im Bild.

Ganz wichtig: Such dir immer einen Benchmark. Insbesondere Amateure und Newbies tendieren ansonsten gerne dazu, mit der Bearbeitung zu übertreiben und sich in endlosen Korrekturschleifen zu verlieren. 

Color Grading im Video selbst vornehmen?

Gerade auf Anfänger wirkt Color Grading im ersten Moment fast wie Vodoo-Kunst, die nur eine verschworene Gemeinde von Koloristen beherrscht. Eine Geheimwissenschaft, die es nur mit Expertenwissen und teurer Spezial-Software schafft, Bewegtbildmaterial zu vergolden. Psst, wir verraten dir ein Geheimnis: Auch beim Color Grading wird mit den gleichen Zutaten gekocht. Bietet ein Bearbeitungsprogramm:

  • 32 Bit-Farbverabeitung
  • mehrere Layer mit Masken
  • verschiedene Kanalkorrekur-Tools 

lässt sich damit schon eine ganze Menge anstellen. Wer sich nicht vor Renderzeiten scheut, der kann sich beispielsweise an Blender, Vegas Pro 18 oder After Effetcs probieren. Aber was genau passiert denn jetzt beim Color Grading?

Im Prinzip lässt sich das Color Grading beim Video auf drei Schritte herunterbrechen:

1. Weiß- und Schwarzpunkt festlegen und das Bild neutralisieren

2. Objekte „freistellen“ und betonen / abschwächen

3. Master-Look auf die gesamte Szene anwenden

Ob du es glaubst oder nicht: So viel mehr ist es eigentlich nicht. Von Zauberei zwar weit entfernt, braucht es allerdings schon gute technische Vorkenntnisse und ein geschultes Auge in Sachen Bewegtbild, um ein Color Grading vorzunehmen. Nicht ohne Grund gibt es ganze Berufsgruppen, die sich ausschließlich mit dem Thema Color Grading auseinandersetzen. Profis können beispielsweise bei der Maskenerstellung noch viel sorgfältiger vorgehen – und das zeigt sich natürlich im Endergebnis. 

Wie du sehen konntet, lässt sich das Color Grading auch mit kostengünstigeren PC-Programmen bewerkstelligen. Doch gegenüber teureren Profi-Hardwareboxen muss man beim Video Color Grading auch auf einige nette Features verzichten: möglicherweise eine Echtzeit-Ansicht, eine detailliertere Masken-Erstellung, auf einen parallelen Zugriff auf die Farbkorrektur-Regler und Layer durch Spezial-Hardware-Pulte mit Trackbällen – um nur ein paar ausgewählte Beispiele zu nennen.

BLYNK – Dein professionelles Color Grading vom Video Experten

Bist du in Sachen Color Grading oder Bewegtbild im Allgemeinen auf den Geschmack gekommen? Ob ein informatives Erklärvideo über deine Prozesse, einen brillanten Imagefilm über dein Unternehmen, eine 3D-Animation oder deine ganz persönliche Social Media Video-Produktion: Wir haben für jede Videokategorie die passende Antwort. Lasse dich von unseren Videoexperten beraten, welche Art von Video am besten zu deinem Kommunikationsziel passt.

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