Der Herzschlag des Films: Die Rolle der Hintergrundmusik in Video

Drei Gründe, warum dein Video passende Hintergrundmusik braucht

Geht ins Ohr, bleibt im Kopf: Musik durchdringt fast alle Bereiche unseres Lebens. Oft ist von ihrer verbindenden Kraft die Rede – das gilt für Filmmusik sogar in ganz besonderem Maße. Denn sie schafft es, die erzählte Geschichte entlang eines unsichtbaren emotionalen Fadens zu spinnen. Bewegtbild ohne musikalische Untermalung? Nahezu unvorstellbar. Damit allerdings eine ikonische und an Romantik kaum zu übertreffende Tanzszene entsteht, während Patrick Swayze Jennifer Grey aus dem See hebt, und keine verschrobene Badeparty, braucht es die perfekte Hintergrundmusik. Worauf es dabei ankommt – das erklären wir dir in diesem Blogbeitrag! 

Der Wecker klingelt uns morgens mit einer (mehr oder weniger) lieblichen Melodie aus dem Bett, auf dem Weg zur Arbeit haben wir die Kopfhörer in den Ohren, im Fahrstuhl werden wir von einem klassische Klangteppich empfangen und abends laufen im Supermarkt die aktuellen Charts – Musik begleitet uns fast immer und überall. Und hat einen größeren Einfluss auf uns, als uns vielleicht bewusst ist.

Film war in seinen Anfängen stumm, aber niemals ohne Musik

Nicht nur der Rhythmus unserer Atmung und unser Herzschlag passen sich unbewusst dem Takt der Musik an. Auch Lautstärke oder ungewohnte Tonfrequenzen regen das Nervensystem und unsere Gemütsbewegungen an. Filmmusik wirkt derart emotional stimulierend, dass wir nur filmisch Erlebtes dennoch so mitfühlen, als wären wir live dabei gewesen: Uns zittern bei einem Horrorfilm die Knie – ganz ohne unmittelbare Bedrohung.

BLYNK-Video-Marketing-Blog: Hintergrundmusik in Video

Uns geht das Herz auf, ohne realen Anlass, und manchmal weinen wir bitterlich, ohne, dass uns etwas schlimmes widerfahren wäre. Niemals ist ein Schiff akustisch so eindrucksvoll in den Fluten des Nordatlantiks versunken wie zu dem Song von Celine Dion. Dafür gab es sogar den Oscar.

Doch die Geschichte der Filmmusik beginnt viel früher – genauer gesagt am Anfang des Anfangs, mit der Stummfilmzeit. Denn diese waren alles andere als stumm, wurden sie während der Vorführungen häufig von Klaviermusik als Untermalung begleitet. Der erste Film mit Filmmusik wurde von den Brüdern Lumière 1895 in Frankreich aufgeführt und war eine Ansammlung an Kurzfilmen. 

Der große Unterschied zu heutiger Hintergrundmusik: Die Brüder Lumière nutzten die Musik überwiegend dazu, störende Geräusche in ihren Filmen zu übertönen. Diese Zeiten sind lange passé. Mittlerweile gibt es großartige Filme, die durch ihre Musik noch großartiger geworden sind. Oder die sie erst zu dem Filmhit gemacht hat, der sie heute sind. Gewisse Musik kann man auch ganz schnell einem Film zuordnen oder umgekehrt. Man assoziiert also schnell Musik mit Bild, wenn die Musik eingängig und gut gewählt ist. 

Be on the right track: Drei Gründe für Hintergrundmusik in Video

Eins. Eigentlich haben wir den ersten unserer drei Gründe gerade schon verraten. Musik sorgt für Wiedererkennungswert. Sie erzeugt eine emotionale Verbindung zwischen den Inhalten deines Videos und deinem Publikum. Ganz gleich, ob du deine Zuschauerschaft mit schneller Musik anregen oder mit einem langsamen und subtilen Beat nachdenklich stimmen willst. 

Zwei. Musik macht Inhalte interessanter und dynamischer. Gerade in der heutigen übersättigten Medienlandschaft haben die Menschen eine ganz besonders kurze Aufmerksamkeitsspanne. Außerdem reagieren wir von klein auf stark auf Musik. Der Zuschauer von heute reagiert sehr empfindlich auf musikalische Hinweise – er erwartet sie geradezu. Hintergrundmusik verleiht einem Video Textur, Farbe und Tiefe. Die Möglichkeiten der Selbstdarstellung sind dabei nahezu endlos.

Drei. Deine Zuschauer wollen ein professionelles Video, das stimmig ist und richtig schön “flowt”. Hintergrundmusik ist die Brücke, die es ermöglicht, nahtlos zwischen verschiedenen Ideen oder Szenen zu wechseln, Momente zu überbrücken, in denen sonst Stille herrschen würde und die Energie des Moments aufrecht zu erhalten. 

Hintergrundmusik für Imagefilme, Erklärfilme und Co.

Dass du sicherlich beim Einschalten von Der Weiße Hai, Psycho oder Star Wars sehr schnell, auch mit geschlossenen Augen, festgestellt hättest, um welche Film es sich handelt, hast du der brillianten Filmmusik zu verdanken. Die hat grundsätzlich zwei verschiedene Rollen: eine inhaltliche und eine funktionale. 

Bedeutet übersetzt: Sie soll Bild und Ton miteinander zu verknüpfen, gleichzeitig aber Stimmung erzeugen und Emotionen wecken. Das gilt nicht nur für große Hollywood-Blockbuster, sondern für so ziemlich jedes Bewegtbild-Projekt. Ob Imagefilm, Erklärfilm, Animationsfilm oder oder oder. Sowohl die Hintergrundmusik im Video als auch Sound Effects unterstützen das Gesehene klanglich und erreichen und binden den Zuschauer. Die Musik sorgt für Emotion, die Sound Effects verleihen dem Film Natürlichkeit und Realismus. Denn gewisse, häufig alltägliche Tätigkeiten erzeugen ganz spezifische Geräusche, die wir bei deren Ausführung schon zu hören erwarten – die also institutionalisiert sind. Ein Beispiel: Stell dir vor, wie du eine Tür schließt. Mit Sicherheit kannst du den dazugehörigen Ton gerade in deinem Kopf hören, oder?

Gerade bei einem Erklärvideo spielt dieser Aspekt eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Wenn es darum geht, einen neuen Prozess oder ein neues Produkt auf dem Markt zu etablieren ist es erstmal das Ziel, dass der Zuschauer sich in kurzmöglichster Zeit mit dem Gesehenen verbunden fühlt. Es müssen also Emotionen her – und Natürlichkeit. Mit passendem Sound und Sound Effects. Der Unterschied zum Kino-Streifen: Bei Erklärvideos wird in der Regel auf positiv konnotierte Hintergrundmusik gesetzt. Denn so wird eine gänzlich positive Verknüpfung mit dem Unternehmen, der Dienstleistung oder dem Produkt geschaffen.

Aber Musik kann sogar noch mehr. Wenn beispielsweise mehrteilige Erklärvideos erstellt werden, kann auf ein sogenanntes musikalischen Thema gesetzt werden, Bedeutet: Die  Hintergrundmusik wiederholt sich in jedem Video. Und das widerum bedeutet: idealer Wiedererkennungswert. 

Gemafrei? Lizenzfrei? Rechtliches zur Hintergrundmusik in Video

Was ist die GEMA überhaupt?

GEMA steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“, und sie ist eine von 13 sogenannten „Verwertungsgesellschaften“. Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Organisation, die für seine Mitglieder Gebühren für die sogenannte „Zweitverwertung“ von künstlerischen Werken sammelt.

Eine „Zweitverwertung“ des Werks besteht zum Beispiel, wenn eine Bibliothek an ihre Nutzer eine CD verleiht, in einem Club Live-Musik gespielt wird oder die Songs einer Band auf YouTube gehört werden. Der Urheber – also der Autor oder Komponist – wurde zwar oftmals vorher schon (von Plattenfirma oder Verlag) bezahlt, kann aber nun noch einmal Geld (nun über die Verwertungsgesellschaft) für diese Zweitverwertung erhalten.

Hintergrundmusik von der GEMA kaufen

Um rechtlich gesehen auf der sicheren Seite zu sein, sollten die Rechte GEMA-geschützter Musik käuflich erworben werden. Die GEMA bietet dafür insgesamt rund 150 verschiedene Tarife. Man sollten also ein bisschen Zeit investieren, um zu sehen, welches Preismodell sich für die eigenen Zwecke am besten eignet. Dafür solltest du dir vorher folgende Fragen stellen:

  • Wie und wo möchte ich die Musik nutzen? 
  • Wie sollen die Musikinhalte angeboten werden? 
  • Wie lange soll die Lizenz gültig sein?

Auf dieser Basis deiner Auskunft zu diesen Eckpunkten schickt die GEMA dir einen angepassten Preisvorstellung.

BLYNK-Video-Marketing-Blog: Hintergrundmusik in Video

Lizenzfreie Hintergrundmusik für Video

Du hast nicht das passende Budget, um den trendigen Popsong für dein Video zu kaufen? Dann ist das Stichwort: Creative Commons. CC-lizenzierte Musik ist frei nutzbare Musik, die zum Weitergeben gedacht ist und die man auch für eigene Werke (z.B. Podcasts oder Filme) nutzen kann. Darüber hinaus kannst du auch gemafreie Musik nutzen, deren Urheberrecht bereits abgelaufen ist. Das sind dann Musikstücke, die 70 Jahre oder älter sind. 

Lizenzfreie Musik hat aber eben auch ihre Nachteile. Zum Beispiel ist die kostenlose Musik oft nicht unbedingt von hoher Qualität. Und weil gratis Hintergrundmusik für Video ein sehr begehrtes Gut ist, hat man sich viele der Tracks schon “überhört”. Bye bye Individualität und Wiedererkennungswert. 

Videos mit Ohrwurm- und Gänsehaut-Garantie: BLYNK 

Bist du in Sachen Hintergrundmusik und Bewegtbild im Allgemeinen auf den Geschmack gekommen? Ob ein informatives Erklärvideo über deine Prozesse, einen brillanten Imagefilm über dein Unternehmen, eine 3D-Animation oder deine ganz persönliche Social Media Video-Produktion: Wir haben für jede Videokategorie die passende Antwort – und die passenden Klänge. Lasse dich von unseren Videoexperten beraten, welche Art von Video am besten zu deinem Kommunikationsziel passt.

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