Erfolgreiche Video Marketing Strategie nach der Corona-Krise

Chancen und Tipps für die Zeit nach der Pandemie

Die Ausbreitung des Coronavirus hat dazu geführt, dass viele Kunden verunsichert sind. Mittelfristig führt diese Verunsicherung dazu, dass Unternehmen mit sinkenden Umsätzen leben müssen. Einen Teil dieser Umsätze wird man vermutlich nicht wiederbringen können. Durch geschickte Anpassung in der Marketing Strategie nach Corona allerdings, können diese negativen Effekte enorm abgeschwächt werden. Für manche Marken wird Werbung daher jetzt wichtiger denn je. Denn die Pandemie wird die Rahmenbedingungen für Produkt-USPs, Markenclaims und Neukunden-Potenziale verändern.

Erste Branchen reagieren derzeit verständlicherweise mit Werbekürzungen auf die Umsatzeinbußen. Doch das dieses Modell mittelfristig keine erfolgreiche Strategie für Unternehmen sein kann, sollte auch klar sein. Denn die einzige Möglichkeit den Handel anzutreiben besteht darin, Marketing zu betreiben.

Aufmerksamkeit erregen mit Video Marketing

Üblicherweise durchlaufen alle Marketing-Kampagnen einen Bogen der Aufmerksamkeit und verlieren dann an Bedeutung – egal wieviel Ruhm sie einheimsen, wie hoch die Marketingausgaben, oder wie groß der Produktionswert ist. Davon bleiben natürlich auch Videos nicht verschont.

Wenn dieser Bogen seinen Höhepunkt erreicht hat, gibt es zwar einige Möglichkeiten, die Sichtbarkeit durch bezahlte Werbung zu erhöhen. Doch auch hier gelangt man früher oder später an den Punkt, an dem der Rücklauf zunimmt, das Publikum gesättigt ist und die Verkäufe sinken. Und spätestens wenn das Verhältnis von „Anzeige überspringen“ das von „weiterschauen“ übersteigt, sollte man darüber nachdenken, ein neues Video produzieren zu lassen.

Aufmerksamkeit erregen mit Video Marketing - hier als Konzept auf einem Flipchart.

Doch was, wenn die Produktion des (vielleicht bereits geplanten) Marketing Videos aufgrund der Corona-Krise finanziell einfach nicht zu stemmen ist? Wir haben 5 Tipps, die Sie bei Ihrer Video Marketing Strategie in der Zeit nach Corona beachten sollten:

Unmittelbarer Content für ermittelbaren Erfolg

Eines sollte man sich gleich zu Beginn Bewusst machen: Werbung bedeutet nicht immer Super-Bowl Spot. Nicht jedes gute Werbevideo muss ein Vermögen kosten. Auch vergleichsweise kleine Video-Produktionen müssen sich heutzutage nicht mehr hinter den aufwändigen, teuren und Starbesetzten Spots großer Unternehmen verstecken. Denn wichtiger als jeder Star oder Spezialeffekt ist, dass das Video Marketing Konzept, sowie die produzierten Videoinhalte an die Bedürfnisse der Kunden angepasst sind. 

Das Motto “Qualität statt Quantität” war gestern. Heute muss es eher heißen: “Qualität und Quantität!” Der Schlüssel dazu, dass Ihre Inhalte von den richtigen Menschen wahrgenommen werden, sind nicht mehr nur qualitativ hochwertige Videos. Denn die Sehgewohnheiten der Konsumenten haben sich längst weiterentwickelt. Jeder kann heutzutage qualitativ hochwertige Videos produzieren. Gute Kameras sind bereits im Consumer-Bereich erhältlich und erlauben es beinahe jedem, schicke Bilder zu drehen. Die Qualität des Bildes alleine macht also noch keinen guten Film. Der eigentliche Schlüssel liegt in der kreativen Vision. 

Viel hochwärtiger Content ist die beste Strategie nach der Pandemie

In der Videoproduktion und -vermarktung umfasst diese dabei drei Dinge: 

  • Den Zielverbraucher ermitteln
  • Die Bedürfnisse des Verbrauchers ansprechen
  • Die Aufmerksamkeit des Verbrauchers erhalten, um ihn zu einer Aktion zu bewegen (CTA)

Wer dabei inhaltlich – abhängig von der jeweiligen Zielgruppe– auf Humor, Emotion, Wert und/oder Unmittelbarkeit setzt, hat den ersten Schritt hin zu einer erfolgreichen Videokampagne schon gemacht.

Besonderer Fokus sollte dabei aktuell auf den letztgenannten Punkt gelegt werden. Unmittelbarkeit erfordert vor allem niedrigere Produktionskosten, da das Verkaufsangebot nur für einen bestimmten begrenzten Zeitraum gilt. Nach Ausspielung kann sich das Marketing-Team auf die nächste „unmittelbare“ Promotion konzentrieren.

Snackable Content

Wie bereits erwähnt, flacht der Aufmerksamkeitsbogen mit der Zeit ganz natürlich ab. Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Tag für Tag von Content überhäuften Internetnutzer immer weiter sinkt. Besonders auf den sozialen Netzwerken hat sich daher eine Form von Bewegtbild-Inhalten in kürzester Zeit etabliert. Die Rede ist von Snackable Content: Videos in mundgerecht portionierten Häppchen. Snackable Content serviert diese Informations-Portionen konzentriert und minimalistisch. So, dass die Betrachter zielgerichtet und meist in nur wenigen Sekunden genau die Informationen erhalten, die sie benötigen. 

Snackable Erklärvideo Ad: Kurz und auf den Punkt gebracht

Warum diese Videoform dem Namen “Snack” alle Ehre macht, zeigt dabei ein Blick auf seine Eigenschaften: 

  • Guter Geschmack: Hoher Unterhaltungswert und hohe Relevanz
  • Kleine Portion: Videos so kurz wie möglich und so lang wie nötig
  • Hohe Flexibilität: Keine Bindung an Örtlichkeiten oder Geräte
  • Leicht zu Teilen: sharable über soziale Netzwerke 

Durch diese Eigenschaften hat Snackable Content ein extrem hohes virales Potential. 

Geburtsstunde neuer Markenhelden

Einige Marken setzen in ihrem Video Marketing Konzept ihre Mitarbeiter bereits seit geraumer Zeit als Werbebotschafter ein. Denn sie Wissen, dass Authentizität und Sympathie zwei entscheidende Merkmale sind, die potenzielle Kunden anlocken. Die Corona-Pandemie hat gerade noch einmal schmerzhaft vor Augen geführt, dass Unternehmen ohne die Mitarbeiter, die –besonders im Einzelhandel oder der Gesundheitsbranche– ihre eigene Gesundheit auf Spiel setzen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, aufgeschmissen wären. Einige Einzehlhandels-Unternehmen würdigen diese Leistungen bereits jetzt mit eigenen Kampagnen. Und auch in den Marketingstrategien großer und kleiner Unternehmen können die Helden der Gegenwart, Markenbotschafter der Zukunft sein.

Egal ob E-Commerce, Automobil- oder Healthcare-Sektor: Nahezu jedes Unternehmen bietet ausreichend Potential, diesem Beispiel zu folgen. Dabei wirken solche Kampagnen gleich sowohl nach innen, als nach außen. Einerseits helfen sie dem Profil des Unternehmens in der Außenwirkung als Arbeitgeber und stärken die Emotionalität gegenüber der Marke. Und andererseits dienen sie als Motivation und Würdigung für die Leistung der eigenen Mitarbeiter.

Priorisierung von Marketing-Maßnahmen 

Die bereits geplanten und nun torpedierten Marketingmaßnahmen machen den Verantwortlichen in Marketing und Vertrieb die Entscheidung, worauf sie den Fokus für den Rest des Jahres legen sollten, nicht unbedingt leichter. Im ersten Schritt sollten sie daher vor allem eines tun: Mehr, und dafür günstigere Videos produzieren.

Was sich zunächst eher kontraproduktiv klingt macht Sinn, wenn man einmal genauer darüber nachdenkt: Je mehr Videos im ersten Schritt produziert und vermarktet werden, desto mehr Möglichkeit haben Unternehmen zu messen, welche Ansätze am besten funktionieren. Wenn Sie mehr Videos zu einem günstigeren Preis pro Video produzieren, dann erlaubt es Ihnen zu experimentieren. Die Tools, die dabei zur Zielgruppenansprache genutzt werden können, werden dabei immer präziser. Marken, Unternehmen und Startups sollten daher anfangen, kreatives und analytisches Kapital zu investieren, um zu erkennen, wer ihre Kunden sind, und diese potenziellen Kunden dann gezielt über Online-Plattformen hinweg anzusprechen.

Abhängig von Ihrer Branche und den Bedürfnissen Ihrer Kunden, reagieren diese unterschiedlich auf Informationsinhalte. Der Wert des Targeting liegt darin, Zuschauer, die Ihre Videos ohne Kaufneigung ansehen, einzuschränken.  Die Analytik spielt auch dann eine große Rolle, wenn es darum geht, die Video-Zielgruppen letztlich an den Verkauf zu binden.

Klare Ziele setzen 

Sind wir mal ehrlich: Egal wie toll Ihre Marketingkampagne auch ist: Am Ende müssen die Marketing-Teams der Geschäftsleitung die Rentabilität ihrer Investitionen nachweisen. Und der einzige Weg, einen positiven ROI (Return of Investment) zu erreichen, sind die Verkaufszahlen. Ziele wie bspw. die Steigerung der Interaktion in den sozialen Netzwerken können nur so weit gehen, aber letztendlich werden die Verantwortlichen Ihres Unternehmens Ursache und Wirkung zwischen Online-Videomarketing und Verkauf sehen wollen.

Neben der Schaffung von mehr, kreativen, zielgerichteten Videos mit weniger Budget müssen daher unbedingt auch die CTAs, also die Handlungsaufforderungen, im Auge behalten werden. Viel zu viele Videos werden erstellt und beworben, die einen schlechten ROI erzielen, weil sie keine klare und überzeugende Handlungsaufforderung formuliert haben.

Fazit

Viele Experten gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Menschen bereits in den nächsten 1-2 Wochen an die neue Situation angepasst haben und die anfängliche Verunsicherung ablegen werden. Damit einher geht ein zunehmendes Vertrauenswachstum in Onlinedienste. Dem Portal marktforschung.de zufolge profitieren vor allem Online Informations- und Kommunikationskanäle mittel- und langfristig.

Marketingverantwortliche und -Entscheider sollten in ihrem Video Marketing Konzept in der nahen Zukunft mehr denn je auf eine authentische, ehrliche Ansprache abzielen. Dabei muss es sich bei den umgesetzten Inhalten nicht um filmisch imposante Kampagnen halten. Das Internet ist ein schnelllebiger Ort, der schnelle Reaktionszeiten erfordert. Zwar sollte man Verbraucher nicht mit einer schieren Masse an Inhalten überfordern, doch wer seine Zielgruppe nach der Krise erfolgreich erreichen möchte, der sollte bei seiner Marketing Strategie agil und flexibel bleiben, und thematisch lieber nah bei Kunden oder eigenem Personal bleiben, anstatt in die Ferne zu schweifen.

Wie der Corona-Virus die Umsetzung von New Work Modellen fördert, und wie unsere eigene Infrastruktur aufgebaut ist um auch während der Krise eine normale Arbeitsweise aufrechtzuerhalten, lesen Sie in in unserem Blogbeitrag „New Work in Zeiten der Corona-Krise.

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