Was ist eine Auflösung?

 

Als Auflösung oder auch Bildauflösung wird die Gesamtzahl der Bildpunkte oder die Anzahl der Spalten (Breite) und der Zeilen (Höhe) einer Rastergrafik(auch Pixelgrafik, Pendant zu Vektorgrafik) beschrieben. Diese beiden Dimensionen werden meistens auch als ein Seitenverhältnis, sozusagen in einer Relation zueinander gesetzt.
Somit setzt sich die Auflösung von 1920x1080px (FullHD) zu einem Verhältnis von 16:9 (Breitbild /Landscape)zusammen. Ein Wechseln zu einem  Hochkant (Portrait) Format entspricht dabei entsprechend dem Verhältnis 9:16. Das Umgestalten von einem Seitenverhältnis zu einem Anderen stellt sich meist als schwierig dar wenn der Inhalt bereits auf einem Verhältnis existiert. Weitere bekannte Seitenverhältnisse sind zum Beispiel 4:3 (alter Standard im Video) oder 2:3 (meist bei Fotos).

 

Höhere Auflösung = Bessere Qualität?

Auch wenn eine höhere Auflösung generell ein größeres Potential für mehr Detailgrad bietet, ist es nicht zwingend ein Indiz für exzellente Qualität. Viel entscheidender für eine maximale Qualität ist vielmehr der Inhalt, im Fall einer Bild- oder Videokamera die Qualität des Sensors, welcher das Licht aufnimmt und diese Information in ein Pixelraster integriert. Weit bekannt ist hierbei die Megapixel (MP; Million Bildpunkte) Angabe. Damals noch als starkes Qualitätsmerkmal, da es sehr teuer und aufwendig war so eine Technologie zu produzieren, heutzutage nur noch sekundär relevant ist.

 

Kann man die Auflösung beliebig erhöhen?

Wenn eine Grafik mit z.B. einer Auflösung von 1280x720px auf 1920x1080px hochskaliert wird, so müssen die fehlenden Pixel interpoliert/hinzugefügt werden. Hierdurch wird keine weitere echte Information erzeugt, sondern es werden lediglich Zwischenwerte berechnet. Dies führt zu größerer Dateigröße und unscharfen Bildern.
Somit muss von Anfang an bedacht werden in welcher Auflösung das Medium am Ende exportiert wird und ob die Auflösung des Aufnahmegerätes, beziehungsweise des Bildes überhaupt ausreichend ist.
Als native Auflösung wird die exakte Pixelanzahl beschrieben, welche das physikalische Gerät darstellt. Fast jede Auflösungsänderung wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus.

DPI oder PPI?

Als DPI (dots per inch) oder PPI (pixel per inch) wird die Einheit für die Pixeldichte definiert. Diese beiden Abkürzung werden häufig verwechselt, bzw. ist der Begriff PPI meist weniger bekannt. Der große Unterschied liegt hier auch schon in der Art des Mediums. Hierbei wird nämlich zwischen Druck (Print) und Monitor (Screen) unterschieden. Wo bei einem Bildschirm jeder Inhalt als einen Pixel dargestellt wird, so ist es im Druck ein Farbpunkt. Gerade im Printbereich ist ein genereller Richtwert 300dpi um einen scharfen Druck zu gewährleisten. Bei größeren Formaten kann die DPI Zahl mit Absprache der Druckerei auf Grund von weiterem Betrachtungsabstand verringert werden.

 

Bis zur Unendlichkeit…?

Als kleine Visualisierung kann man sich die Auflösung wie die Unterteilung eines Schachbretts vorstellen. Das Brett hat ein fixes Seitenverhältnis, allerdings definiert die Anzahl der Felder(in unserem Fall Pixel) erst die Auflösung selbst. Wenn die Auflösung nur 1x1px betragen würde, somit würde dies das Schachbrett selbst darstellen und wir hätten keine Unterteilung. Fügen wir nun ein Pixel in der Breite und Höhe hinzu(2x2px), so haben wir insgesamt vier Pixel und in beiden Achsen jeweils eine Unterteilung. Je höher also die Auflösung, desto mehr Farbinformation kann relativ zur Gesamtfläche gesammelt und dargestellt werden.

Doch gibt es ein Limit? Können wir endlos die Pixelanzahl, Dichte und somit die Unterteilung unseres Schachbretts erhöhen? Theoretisch ja!
Praktisch wird jedes Segment(Pixel) immer kleiner und kleiner bis wir irgendwann an unsere technischen Grenzen stoßen würden.
Dieses Phänomen ist auch in anderen Branchen zu beobachten wie z.B. in der Produktion von Platinen und Computer-Chips, in denen sich Auflösungen im Nanometer(!) Bereich befinden.
Doch vielleicht ist die Frage auch nicht ob es in Zukunft ein Limit gibt oder es möglich ist, sondern ab wann es einen ersichtlichen Nutzen hat.

Das Blynk-Videolexikon

Alle wichtigen Fachbegriffe aus der Medienbranche kurz und einfach erklärt. Ein Videolexikon für jedermann.

Die Auflösung ist ein wichtiger Bestandteil und Kostenfaktor bei der Produktion eines jeden Films, wie z.B. einem Imagefilm oder Werbefilm.

Weitere wichtige Definitionen:
Drehplan
Postproduktion

 

Noch mehr Wissen?

Zurück zum Glossar

Erfahrungen & Bewertungen zu BLYNK - Moving Images