Mit Employer Branding Videos das Markenbild stärken

Bewerbermagnet dank Video Content

Die perfekten Talente zu finden kann mitunter extrem schwierig sein. Daher müssen Unternehmen inzwischen auch schon mal richtig kreativ werden. Dabei hat sich das Medium Film bewährt gemacht. Denn Unternehmensvideos wirken sich äußerst positiv auf die Quantität, als auch die Qualität der Bewerber aus. Inzwischen hat sich für diese Form der Selbstdarstellung von Unternehmen gegenüber Bewerbern der Begriff Employer Branding Video durchgesetzt. 

Wie fast der gesamte Fachjargon des Marketings kommt auch der Begriff aus dem Englischen. Auf die Spitze des Employer Branding treiben es heute die großen Internetkonzerne wie Google oder Facebook. Mit ihren teils ausufernden Unternehmensidealen und Weltverbesserungsansprüchen wollen sie die Bewerber für sich gewinnen. Reste dieser Self-Marketing Idee finden sich aber auch in jedem noch so kleinen Start-Up. Nix mehr mit „anspruchsvoller Job sucht arbeitswilligen Junggesellen“. Heute scheint es (fast) immer nur um flache Hierarchien, Miteinander, Bürohunde und familiäre Atmosphäre zu gehen. Am besten funktioniert diese emotionale Ansprache und Selbstdarstellung über das Medium Video. Und so hat sich inzwischen eine richtige kleine Industrie rund um das Employer Branding Video entwickeln. 

Große Internetkonzerne wie Google kreieren in ihren Employer Branding Videos eine harmonische Atmosphäre, um die eigene Brand emotional aufzuladen.

Dabei ist so ein Video aber alles andere als ein Selbstläufer. Immer wieder treiben einige echte, mal mehr und mal weniger witzige Stilblüten – von denen manche vielleicht sogar funktionieren… und als virale Hits enden. Doch auch das ist nicht immer gleich förderlich für das Image der eigenen Brand. Das Internet hat eben seine ganz eigenen Regeln. Um auf Nummer sicher zu gehen orientiert man sich aber lieber an gewissen Richtlinien und Faktoren, die über den Erfolg eines Employer Branding Videos mitentscheiden.

Was wollen Bewerber von einem Unternehmen wissen?

9 von 10 Kandidaten, die sich auf eine Stelle bewerben, recherchieren ihren zukünftigen Arbeitgeber online. Stellen Sie also sicher, dass Sie Ihre Arbeitgebermarke mit den richtigen Botschaften und in den richtigen Kanälen verwalten und kommunizieren. Definieren Sie, wer Sie als Organisation sind, um Ihre Botschaft konsistent und effektiv zu kommunizieren. Lassen Sie die richtigen Talente Ihre Arbeitgebermarke finden, so wie Ihre Kunden Ihre Produkte finden können.

„Mitarbeiter wollen für Unternehmen arbeiten, genauso wie Kunden bei Unternehmen einkaufen: Wenn sie das Gefühl haben, dass das Unternehmen ihnen das bietet, was sie sich wünschen.

Edward E. Lawler III & Christopher G. Worley

Wer auf der Suche nach Talenten ist, der sollte sich davor hüten, diese für dumm zu verkaufen. Denn das sind sie nicht. Und wenn sie es wären, würde man sie vielleicht sowieso nicht einstellen wollen. Also immer schön ehrlich bleiben und einen sympathischen Einblick in das Unternehmen bieten. Da sind auch Stimmen von anderen Auszubildenden und – zukünftigen – Kollegen durchaus willkommen. 

Immerhin wird so eine Form der Kommunikation auf Augenhöhe angestrebt, was meist deutlich besser ankommt als ein Anzug tragender Manager, der einem mit ernster Miene die Welt erklärt. Da schaltet man lieber schnell weg. Wichtig ist aber vor allem, die Wünsche der Bewerber im Auge zu halten. Und die stellen sich im Großen und Ganzen alle dieselben Fragen, wenn es um die Auswahl eines Arbeitgebers geht. Und das ist beileibe nicht immer nur das Gehalt. 

Ein gutes Employer Branding Video bietet dem Bewerber:

  • Eine möglichst detaillierte Beschreibung des Arbeitsgebietes
  • Eine Idee, welche Aufgaben er übernehmen soll oder wird
  • Umfang und Beschaffenheit der Stelle und in welche Art von Projekten er involviert werden könnte
  • Einen Einblick in die Arbeitsräume, das Arbeitsumfeld und ein Eindruck vom Arbeitsklima

Durch solch eine umfassende Positionierung kann der Bewerber eine Entscheidung treffen. Die muss nicht immer positiv sein. Wenn sie aber positiv ist, ist sie dies mit dem fundierten Wissen zu der jeweiligen Firma und den ihn oder sie erwartenden Aufgaben.

Vertrauen Sie Profis bei Employer Branding Videos

Es wird immer viel von Authentizität geredet. Und die ist auch extrem wichtig, um die jungen Menschen im Internet zu erreichen und für ein Unternehmen zu begeistern. Trotzdem heißt das nun nicht, verwackelte Bilder aus der Handykamera des Chefs mit schlechtem Ton ins Netz zu stellen. Da verwechselt man dann Dilettantismus mit Authentizität. 

Wie so ein total authentischer Film aussieht, zeigt das ironische Video von Avantgarde Experts.

Ein Video muss ansprechend sein. Das heißt, dass es eben nicht genügt, sich eine professionelle Kamera zu kaufen und loszulegen. Auch die Auswahl der richtigen Bildausschnitte, der Ton, die Hintergrundmusik und der abschließende Schnitt sind entscheidend für das letztendliche Ergebnis. Sie überlassen ja sonst auch nichts dem Zufall; warum also, wenn es darum geht, Ihr Unternehmen zu repräsentieren? Also sollten Sie auch hier Profis ans Werk lassen. Denn nur dann kommt Ihre Vision gekonnt zusammen, und es entsteht genau das Bild von ihrem Unternehmen, das sie zeigen wollen.

Was man vermeiden sollte

Das Internet vergisst (fast) nichts! Und mit Sicherheit wird das ein oder andere Employer Branding Video da draußen dem verantwortlichen Unternehmen noch immer unangenehm sein. Ob schlechter Rap des Chefs, Handwerksmeister neben tanzenden Models in Lack und Leder, bis hin zu bemitleidenswerten Versuchen so richtig witzig zu sein. Die (vermeintliche) Aussage ist immer die gleiche: „Gott sind wir cool!“ 

Der Film der Fire Protection and Solutions Gruppe zeigt, dass ein Employer Branding Video trotz ambitionierter Story in die Hose gehen kann. Alles wirkt irgendwie zu gewollt: Sowohl die metaphernreich angeteaserten Arbeitsbereiche, als auch die überzogen theatralischen Slow-Mo Bilder.

Das dies für einen normalen Bewerber mit realistischen Ansprüchen an einen Arbeitgeber hingegen eher unseriös und abschreckend wirkt, haben diese Unternehmen sicher am Rücklauf gemerkt. Immerhin mag der eine oder andere Betrieb so seine fünfzehn Minuten Ruhm als Meme erlangt haben. Das kann man natürlich auch wollen. Doch nicht nur der Inhalt kann voll daneben gehen. Auch in der Umsetzung trauen sich viele Unternehmen zu, das Schiff selbst in den Hafen fahren zu können. Wackelige Bilder, O-Töne bei denen die Hintergrundgeräusche lauter sind als der Sprecher, oder ein Chef der die vakanten Stellen schreiend anpreist wie ein Marktverkäufer. Da geht man dann doch wirklich lieber zu Volkswagen und später dann in die Frührente.

Warum wird Employer Branding immer wichtiger?

In einer Zeit, in der sich gut ausgebildete Arbeitssuchende keine Gedanken darum machen müssen, ob sie einen Job finden, steigen natürlich die Ansprüche.

Viele Millenials der Genration Y und Z wissen nicht nur darum, dass sie entscheiden können wo und für wen sie arbeiten. Sie sind auch nahezu rund um die Uhr mobil im Internet unterwegs. Und genau dort sollte man sie auch abholen. Das gelingt mit einem Video meist besser als mit einem langen Text oder einfach nur einer Stellenanzeige. Denn die neue Generation an Arbeitnehmern ist es gewohnt, Informationen aus den verschiedensten Medien zusammenzusuchen – und da stehen Videos auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. 

Neben der rauen Realität des Gehalts spielen heute zudem andere Faktoren eine mitunter sogar wichtigere Rolle. Dazu zählen Fortbildungsmöglichkeiten, Teilzeitmodelle, Sabbaticals, Work-Life Balance oder Home-Office. Die junge Generation setzt eben nicht nur auf blanke Zahlen und mögliche Aufstiegschancen. Dies geht inzwischen soweit, dass sogar manche Unternehmen mit Führungspositionen in Teilzeit experimentieren. Kandidaten zu finden, die für das Geld bereit sind, 60 oder 80 Wochenstunden hinzulegen, wird eben immer schwerer.

Mit der zunehmenden Konkurrenz und der Veränderung der Arbeitnehmermentalität steigen die Ansprüche an Arbeitgeber. Daher ist eine gute Präsentation und ein gelungenes Employer Branding Video heute so wichtig wie wohl nie zuvor.

Wo platziert man Employer Branding Videos am Besten?

Jedes Employer Branding Video gehört natürlich unbedingt auf die eigene Webseite – bestenfalls eingebunden auf der Recruiting Seite. Auch YouTube sollte nicht vernachlässigt werden: Als weltweit meistgenutzte Video-Hosting Plattform treibt sich auch Ihre Zielgruppe mit Sicherheit hier herum. Wenn Sie Ihr Employer Branding Video gut auffindbar machen und den richtigen Nutzern zuspielen, erhöhen Sie ihre Chancen geeignete Kandidaten zu finden deutlich. Insbesondere in den Kreativbranchen bietet sich daneben (oder stattdessen) auch Vimeo an. Hier ist die Reichweite kleiner, die Qualität jedoch höher – und die recht spitze Zielgruppe besser anzutreffen. 

In manchen Fällen können auch regionale Webseiten interessant sein, auf welchen sich die auf einer Hosting Plattform bereitgestellten Videos einbinden lassen. Wichtig ist am Ende nur, dass potentielle Talente die Möglichkeit haben, sich ein Bild von ihrem Unternehmen zu machen.

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